„Dringend tatverdächtig“: Opfer mit 30 Stichen genäht: Foto-Fahndung nach Messerangreifer von Dresden

Der Angriff mit einem Cutter-Messer in einer Straßenbahn schockte Dresden. Jetzt sucht die Polizei mit einem Foto nach dem möglichen Täter.

Bei der Suche nach dem Mann, der mit einem Komplizen einen Fahrgast in einer Dresdner Straßenbahn angegriffen haben soll, ruft die Polizei die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Die Ermittler veröffentlichten am Freitag ein Foto des Tatverdächtigen Ismail Alhaj Hussein und eine Personenbeschreibung. Der Gesuchte soll etwa 1,80 Meter groß und hager bis schlank sein. Er hat kurze, dunkle, glatte Haare und braune Augen. Dem Fahndungsaufruf zufolge ist er 20 Jahre alt, wirkt aber fünf bis zehn Jahre älter.

Polizei Dresden fahndet nach Angriff mit Cutter-Messer per Foto

Ihm wird vorgeworfen, in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen 20-Jährigen in der Straßenbahn mit einem Messer im Gesicht verletzt zu haben. Es bestehe „dringender Tatverdacht“, so die Beamten. Den 21-jährigen mutmaßlichen Mittäter des Gesuchten nahm die Polizei bereits fest. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Die beiden Verdächtigen sollen vor dem gewalttätigen Angriff Frauen in der Straßenbahn belästigt haben, das spätere Opfer sei daraufhin eingeschritten und attackiert worden. Der Mann habe eine tiefe Schnittverletzung im Gesicht erlitten, hieß es von der Polizei. Die Wunden mussten mit 30 Stichen genäht werden. Lebensgefahr habe jedoch nicht bestanden. 

Das Opfer und seine Eltern äußerten sich nach dem Angriff in einem Interview:

Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. „In den vergangenen Tagen hatten Ermittler mehrere mögliche Aufenthaltsorte des Gesuchten durchsucht“, erklärten die Behörden. Der 20-Jährige ist jedoch weiter auf der Flucht. Die Ermittler fragen nun: Wer kann Angaben zum derzeitigen Aufenthaltsort des Beschuldigten machen?

Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Telefonnummer (0351) 4832233 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Quellen: Polizeidirektion Dresden, Staatsanwaltschaft Dresden, Nachrichtenagentur DPA